Dienstag, 20. November 2018

Thomas Pynchon – Die Enden der Parabel (1973)




Geschrieben von Alex

In Erinnerung an meine Lektüre von David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“ vor ziemlich genau einem Jahr habe ich Lust auf eine neue große Lese-Herausforderung bekommen. Ich musste nicht lange überlegen, um eine kleine Auswahl der in Frage kommenden Bücher aus meinem Stapel aufzustellen, und Thomas Pynchons großer Roman „Gravity’s Rainbow“ (in der Folge nur noch GR) war einer davon. Der letzte notwendige Impuls zur Entscheidung fiel dann sehr zufällig, indem der hervorragende YouTuber „The Bookchemist“ genau in diesem Moment zu einem gemeinsamen Lesen des Romans aufrief. Und was für eine Herausforderung ich bekommen habe.

Sonntag, 18. November 2018

Fjodor Dostojewski – Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1862)




Geschrieben von Maurice

Dostojewskis "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus" ist ein autobiographischer Bericht über seine vierjährige Häftlingszeit in Sibirien. Die Handlung beschränkt sich auf eine Rahmengeschichte, in der ein Ich-Erzähler in einer sibirischen Stadt die Aufzeichnungen eines verstorbenen ehemaligen adeligen Sträflings auffindet, in denen von seiner zehnjährigen Haft im sibirischen Gefängnis berichtet wird. Im Weiteren werden in einzelnen Kapiteln unterschiedliche Aspekte des Sträflingslebens dargelegt. Auch bei den Aufzeichnungen wird eine Ich-Perspektive beibehalten, in der der Sträfling all seine Gefühle, Beobachtungen und Erkenntnisse schildert. Dabei werden immer wieder fließend Gespräche im Romanstil in die Schilderungen eingewoben. Dostojewski führt den Leser durch das Gefängnisleben, fast schon, als wäre dieser ein Mithäftling.

Sonntag, 11. November 2018

August Strindberg – Dramen (1912)





Geschrieben von Alex

August Strindberg gilt gemeinhin als einer der wichtigsten Schriftsteller der schwedischen Literatur – wenn nicht sogar als der wichtigste. Blickt man auf seinen gewundenen Lebensweg und sein gesamtes Schaffen, so bleibt ein Bild von größter Produktivität und seelischer Unruhe gleichermaßen. Bei dem vorliegenden Band hatte ich meinen ersten Berührungspunkt mit Strindberg, indem ich die hier zusammengefassten acht Dramen gelesen habe.

Sonntag, 4. November 2018

Music Spotlight #1




Geschrieben von Alex

Musik macht einen riesigen Teil in meinem Alltag aus. In diesem Format stelle ich in unregelmäßigen Abständen fünf Alben vor, die mich in der letzten Zeit besonders beschäftigt haben.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Stefan Zweig – Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers (1942)






Geschrieben von Maurice

Mit "Die Welt von Gestern" haben wir keine reine Autobiographie Zweigs, sondern eher eine Schilderung des damaligen österreichischen bzw. europäischen Zeitgeists vorliegen. Dieses Werk wurde teilweise im Exil in London und in Rio de Janeiro geschrieben, während in Zweigs Heimat Österreich der Nationalsozialismus wütete und seine Bücher aufgrund seines Judentums verboten wurden.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Natsume Sōseki – Der Bergmann (1908)





Geschrieben von Alex

„Der Bergmann“ zeigt eine mir bisher unbekannte Facette im Kontext von Sōsekis Werk. Zwar behandelt er erneut einen namenlosen Ich-Erzähler im sehr jungen Alter, der mit sich selbst unzufrieden ist und sich der Gesellschaft gegenüber schuldig fühlt, aber vor allem der sehr psychologische Stil ist es, der diese eher unangenehm zu lesende Geschichte dennoch spannend und interessant macht.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Louis-Ferdinand Céline – Reise ans Ende der Nacht (1932)






Geschrieben von Maurice

„Die meisten Menschen sterben erst im letzten Augenblick; die andern fangen früher damit an und greifen um zwanzig Jahre vor, manchmal noch mehr. Das sind die Unglücklichen auf Erden.“ (S. 40)

Samstag, 13. Oktober 2018

Boris Vian – Der Schaum der Tage (1947)






Geschrieben von Alex

Boris Vian sagte mir vor diesem Buch nichts. Ich stieß auf ihn durch eine Empfehlung, die mir einen surrealistischen Stil versprach und vom Autor erzählte, dass er an der Jazz-Trompete tätig gewesen sei. Das war genug, um mein Interesse zu wecken, und bereits nach kurzer Recherche fand ich heraus, als wie bedeutend der vorliegende Roman in der französischen Literatur gilt. Das Buch gefiel mir ausgesprochen gut.

Sonntag, 30. September 2018

Ronald Hayman – Marcel Proust: Die Geschichte seines Lebens (1990)




 Geschrieben von Maurice

Gleich im Anschluss an Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" habe ich mich in seine Biographie, geschrieben von Ronald Hayman, gestürzt. Ich wollte wissen, inwiefern der Ich-Erzähler aus dem Romanzyklus dem echten Marcel Proust entspricht und was er für ein Mensch gewesen sein muss, um solch ein Werk verfassen zu können. In 31 Kapiteln, die in sechs Teile aufgeteilt sind, die chronologisch Prousts Lebensabschnitte darstellen, soll laut Klappentext mit dieser Biographie dargelegt werden, durch welche äußeren Einflussfaktoren Proust den inneren Zustand erlangte, um "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" zu schreiben.

Montag, 24. September 2018

Dark Souls Remastered (2011 / 2018)





 Geschrieben von Alex

„Dark Souls“ ist der Name jenes Videospiels, das sich verantwortlich fühlen darf für das, was nur all zu selten einem einzelnen Werk zugute zu halten ist. Mehr noch als ein Meilenstein oder eine Revolution; das Begründen eines komplett eigenen Genres geht auf diesen Titel und seinen noch unpolierteren Vorfahren „Demon‘s Souls“ zurück. Ebenso berühmt wie berüchtigt ist das Spiel, das vor allem durch die Verbindung eines enorm hohen Schwierigkeitsgrades und quasi nicht existenter Spielerführung in einer gottverlassenen Welt kontinuierlich an der „Soulsborne“ genannten Messlatte des Action-RPG-Genres gemeißelt hat.

Sonntag, 2. September 2018

Lafcadio Hearn – Japans Geister (2015)




Geschrieben von Alex

Ein weiteres Buch im japanischen Kontext habe ich mit Lafcadio Hearn gelesen. Der vorliegende Band der Anderen Bibliothek fasst 17 Geschichten, Erzählungen und Reflektionen über das Land und seine Bewohner zusammen. Hearn war früh ohne Eltern und Zeit seines Lebens auf der Suche nach einer Heimat; geboren 1850 in Griechenland, dann Stationen in London, Frankreich, New Orleans, Karibik, New York, Philadelphia und schließlich Japan: Yokohama, Matsue und Tokyo, wo er 1905 verstarb. Die Texte dieses Bandes sind einzelnen Büchern aus den 1920er Jahren entnommen, in denen sie bereits in der deutschen Übersetzung von Berta Franzos vorlagen.